
Entwicklung, Funktion und Funktionalität der Baracken der Ersten Kohorte in Lauriacum/Enns.
Vortrag im Museum Lauriacum Seit den großflächigen Ausgrabungen durch Maximilian von Groller-Mildensee im frühen 20.
Vortrag im Museum Lauriacum
Seit den großflächigen Ausgrabungen durch Maximilian von Groller-Mildensee im frühen 20. Jahrhundert sind die Baracken aller zehn Kohorten im Legionslager Lauriacum zumindest in Teilen bekannt. Zentrale Fragen zu dieser Gebäudegruppe wie die genauen Grundrisse, die verschiedenen Bauphasen sowie zur Funktion und Funktionalität der einzelnen Räume blieben jedoch trotz dieser sehr umfassenden Arbeiten unbeantwortet. Die 2017 in der Scheuchenstuehl-Straße 5 durchgeführte archäologische Ausgrabung ermöglichte es nun, diesem Forschungsdesiderat anhand eines Ausschnitts der Baracken der Ersten Kohorte exemplarisch nachzugehen. Durch die Auswertung dieses Befunds war es möglich, die Genese der Barackenbauten von der Lagergründung 171/180 n. Chr. über mehrere Umbauphasen bis ins ausgehende 4. Jahrhundert n. Chr. nachzuvollziehen. Von besonderer Relevanz waren dabei die Erkenntnisse zur Umbauphase des späten 3. Jahrhunderts n. Chr., als die Baracken zu sogenannten Korridorkasernen umgestaltet worden sind, womit auch eine signifikante Verschiebung von Funktionsräumen einhergegangen ist. Mit Referent Fabian Auer von der Universität Innsbruck.